Politik und Wirtschaft
Das Fach Politik und Wirtschaft (im folgenden PW genannt) folgt am LGG derzeit dem curricularen Paradigma eines verstärkten Wirtschaftskundeunterrichtes, der von der Jgst. 7 bis zur Jgst. 11 durchgehend mit zwei Unterrichtswochenstunden, in der Jgst. 12 mit drei Unterrichtswochenstunden erteilt wird. Bei der Anwahl eines Leistungskurses zu Beginn der Jahrgangstufe 12 kann PW auch in der 13 fortgesetzt und mit den geltenden schriftlichen und mündlichen Abiturformen abgeschlossen werden.
Neben den curricular vorgesehenen Unterrichtseinheiten der Jahrgangsstufen 7 bis 13 wird am LGG schon seit ca. 20 Jahren Wert auf die Einbeziehung außerschulischer wirtschaftlicher und politischer Lernorte gelegt. Die jeweils zweiwöchigen Betriebspraktika der Jahrgangsstufen 9 und 11 und die Integration der Fachkolleginnen und -kollegen in den Arbeitskreis-Schule-Wirtschaft stehen dafür.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Faches PW verlangt darüber hinaus eine strukturierte fächerübergreifende Verzahnungen mit Deutsch, Geschichte und Informatik, wofür die Projekte „Haushaltsführerschein“ (Jgst. 7), „Erstellung einer Tageszeitung“ (Jgst. 7), “Unterrichtsgänge an außerschulische Lernorte der Druck- und Informationstechnik“
(Jgst. 7), „Bewerbungsschreiben“ (Jgst. 8), „Berufspraktikamappe“ stehen, die fest im Schulprogramm verankert sind.
Studientage in Verbindung mit der Agentur für Arbeit, hinsichtlich akademischer Berufschancen und Bewerbungstechniken, sowie der Industrie- und Handelskammer hinsichtlich der Berufsorientierung im Dualen System werden ab dem Schuljahr 2005/2006 die jährliche Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der in Darmstadt stattfindenden HOBBIT vorbereiten helfen.
Auch bedingt durch die Bindung des LGG an die altsprachliche Philologie und die humanistische Philosophie -siehe hierzu unsere Schulkonzeption- orientieren wir uns bei der Ausbildung des Schülers zum homo öconomicus im PW-Unterricht vor allem der Jahrgangsstufen 11, 12 und 13 am Paradigma eines dem Humanismus, dem antiken und neuzeitlichem Naturrecht und dem Rechtsstaatgedanken verpflichtetem Primat des Rechts über die Wirtschaft, indem wir verstärkt Probleme einer rechtlichen Moral sowie die Strukturen und Verfahrensweisen unseres Rechtsstaates und seiner Geschichte als auch die des nationalsozialistischen Unrechtsstaates bearbeiten. In diesen Zusammenhang gehören Projekte wie „Gerichtsbesuche“ (Jgst. 9), das „Europaparlament Straßburg“ (Jgst. 11 oder 12), die „Berlinfahrt“ in der Jgst. 11 oder das „Landesparlament Wiesbaden“, Gedenkfahrten nach Weimar „Buchenwald“ und München
„Dachau“ in den Jgst. 9 und 10.
In unserer Gesamtkonzeption von PW am LGG wird deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn über ein differenziertes wissenschaftspropädeutisches Handwerkszeug in den geisteswissenschaftlichen Methoden und Inhalten verfügen können, weil die vielfach verbundene und verzahnte gesellschaftswissenschaftlich-humanistische Bildung (siehe hierzu auch: PHILOSOPHIE am LGG) den Hintergrund für die Entfaltung eines modernen Weltbildes erlaubt.