Literarisches Schreiben
Die Erfahrung zeigt: es gibt wesentlich mehr Menschen mit einem kleinen Notizbuch oder ein paar Gedichten in der Schublade als Menschen, die das auch zugeben wollen. Wir, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Literarisches Schreiben“ stehen zu unserer Vorliebe, treffen uns regelmäßig, um…
… eigene Texte zu besprechen und Verbesserungsvorschläge zu machen und zu erhalten
… neue Anregungen in Form von „Schreibaufgaben“ zu bekommen
… Texte und Schreibstile von anderen AG-Mitgliedern kennenzulernen, Neues zu entdecken und uns in dem einen oder anderen Gedicht, in der einen oder anderen Erzählung selbst wiederzufinden.
Sich besser, anders, neuartig ausdrücken zu lernen, vielleicht schließlich den eigenen Schreibstil finden oder die eigene Art, mit Texten umzugehen – das gehört zu den Zielen unserer AG. Aber vor allen Dingen steht das Sich-Ausleben in eigenen Texten oder – anders gesagt – der bloße Spaß am Schreiben im Vordergrund.
Hier einige Ergebnisse unserer AG-Arbeit, Texte, die sich aufs Texte-machen beziehen:
buchstaben formst du
aus buntem ton
zu einer eigenen Sprache
und steckst sie
wie blumen
zu einer collage
du schlägst die worte
in den marmor
die harmonie darf ruhig
wild sein und schrill
so malst du ein gedicht
auf die leinwand
Rebecca Nordin Mencke
Ich schreibe, um des Schreibens willen. Ich schreibe, um das Blatt zu füllen, nur mit Worten. Um meine eigene Kunst zu leben. Besser, schöner? Anders! Ich schreibe, um mich zu befreien, von den Fesseln dieser Welt. Ich schreibe um zu fliegen […] Ich schreibe für die Zeit. Für Sekunde, Minute, Stunde. Ich schreibe für Weise und Narren, für Könige und Bauern. Schreibe für die Fantasie. Schreibe für die Liebe. Für das Vertrauen und die Verantwortung. Ich schreibe für die Freundschaft und die Freunde. Ich schreibe für das Leben. Schreibe, um zu leben.
Janina Schreckenberger
Rot gekleckst
und
Blau gemalt
und
Gelb geschmiert
doch
Lila maleckst
und
Orange klecksiert
und
Grün schmieralt
Lea Stenger
menschen sturm
papierstapel zerfet
zen
satzspiralen rot
ieren
luftstöße
gehen in flammen auf
flutwellen schleudern
gedanken verschaukeln
seelen
zeitmassen drücken
sich zusammen
kopf stände
bleiben zurück
Lisa Schetter