Caféteria
Die „Arbeitsgemeinschaft Caféteria“ entstand in der Projektwoche 1999. Eine Schülergruppe bedauerte, dass man in den Pausen an unserer Schule keine Getränke und nichts zu essen bekommen konnte. Nur die SV verkaufte damals an ihrem Kiosk Süßigkeiten – und das sind nicht gerade gesunde Zwischenmahlzeiten. Die Projektgruppe machte es sich zum Ziel, Schülern und Lehrern eine gesündere Pausenverpflegung und Getränke anzubieten.Das größte Problem in der Entstehungsphase war es, einen geeigneten Platz für das Café zu finden. Glücklicherweise gab es einen kleinen Raum auf der Empore des B-Baues. Wir kauften eine Küchenzeile, einen großer Kühlschrank und eine Spülmaschine. Damit war die Grundausstattung perfekt. Nachfolger für die Gründungsmitglieder fanden sich problemlos, und in jedem Schuljahr melden sich Schülerinnen und Schüler, die gerne mitmachen möchten.Im Augenblick sind ungefähr 19 Jungen und Mädchen von der 7. Klasse bis zur Jahrgangsstufe 12 in der AG. Viele von ihnen bleiben über Jahre dabei. Sie sind die zuverlässigen Stützen und arbeiten die neuen und jüngeren Mitschüler ein. Jede Schülergruppe (drei oder vier Schüler) hat an einem Wochentag in den beiden großen Pausen „Dienst“. Eine Darmstädter Bäckerei liefert uns täglich belegte Brötchen, Brezeln, Käsestangen usw. zu einem günstigen Preis. Auch das Lehrerzimmer wird mit diesem Angebot versorgt.Die Mitglieder der AG verkaufen unsere Angebote, sie halten den Raum sauber, räumen die Spülmaschine ein und aus und sorgen für den Getränkenachschub. Besonders wichtig ist die tägliche Abrechnung, die die Schüler selbständig und sehr zuverlässig erledigen. Im Schulalltag gibt es viele Termine, an denen die AG zum Einsatz kommt, z.B. am „Tag des offenen Unterrichts“, bei „Sport und Show“, am Elternsprechtag, am „Homecoming-Day“, bei Theateraufführungen – eben immer dann, wenn der Wunsch nach Getränken oder Essen besteht. Auch für diese zusätzlichen Veranstaltungen finden sich immer Schülerinnen und Schüler der AG, die tatkräftig mithelfen.Im Rahmen der „familienfreundlichen Schule“ würde die Arbeitsgemeinschaft gerne auch mittags ein Essensangebot anbieten, da wir glauben, dass viele Schülerinnen und Schüler etwas in der Schule essen würden. Die Umsetzung ist aber schwierig, über die Möglichkeiten denken wir noch nach.Die AG-Mitglieder arbeiten in ihrer freien Zeit ohne dafür einen „Lohn“ zu erhalten. Dieses soziale Engagement, nämlich selbstständig und eigenverantwortlich etwas für ihre Mitschüler und für die Schule zu tun, ist besonders wichtig und lobenswert.
Silvia Weiler und Anne Tibke